Zu einem privaten Jubiläum und zugleich zum Abschied in den Ruhestand von Wolfgang Schneider spielte „2nd Spring“ im sogenannten Zwinger auf dem JVA Gelände. Vor zahlreichem Publikum und bei Traumwetter im Freien ging die Veranstaltung bis kurz vor Mitternacht. Die örtliche Polizei beendete die Veranstaltung mit grinsendem Gesicht, da sich ein Nachbar beschwert hatte.
Amberger Musikerstammtisch:
Jubiläum grandios und furios
Versprochen war, sich bei Reden kurz zu halten. Doch
es musste wohl sein, die Geschichte des Musikerstammtischs wieder einmal
halbstündig zu schildern. Dabei gab es im Gasthaus am Kugelfang sieben Bands,
die teilweise von weit her angereist waren, um eine Verbeugung vor dem Rock ’n‘
Roll zu machen. Eine sehr tiefe sogar. Genau darauf warteten die Gäste. Zu
ihnen zählte auch OB Michael Cerny.
400 Stammtischtreffen in 33 Jahren. Doch keines davon
dürfte wohl so furios gewesen sein, wie dieser Abend im Gasthaus am Kugelfang.
Erst eine Torte für Organisator Herbert Olbrich, dann der Auftritt von Julio
Burkert und seinen Leuten von der Stammtisch-Hausband. „Hang On
Sloopy“: Wenn Burkert zum Mikrofon greift, muss das sein.
Dann kam Günter Kälberer, der die Runde vor drei
Jahrzehnten gründete. Früher harter Rock ’n‘ Roller, jetzt Chef der
Schlagerband Hula Hoop. Ein tiefer Griff mit Sängerin Renate Liebl in die
musikalische Schatztruhe der 50er-Jahre. Eingedenk Cliff Richards „The
Young Ones“ und Brenda Lees „Stupid Cupid“. Ein Musik-Menü mit
sieben Gängen und immer neuen Leckerbissen. Klaus Selig kam samt der Gruppe
Spätschicht 3, unterstrich seine Professionalität als Gitarrist und ließ einen
seiner Mitstreiter Gert Steinbäckers „Großvater“ ins Mikrofon röhren.
Da hatte das Treffen ein Glanzlicht.
Die Flamme brannte weiter und musste sich in einem musikalischen Sturm behaupten. Entfacht von der Sulzbach-Rosenberger Band Luke 2. Knallharter Rock, Mick Jaggers „Sympathy For The Devil“ und die Stimme eines Sängers, die im Gedächtnis bleibt. Draußen war es eiskalt, drinnen kamen Erinnerungen an Amberger Beat-Abende auf. Mit zwei Bands, die richtig einheizten: Special Gue$t und
„2nd Spring“ aus Regensburg. Und plötzlich war es wie damals im „Whisky A GoGo“ am Paulanerplatz: Ike und Tina Turners „Nutbush City Limits“ schlug auf wie ein Geschoss. Da wurde deutlich, dass manche Songs das ewige Leben haben.